Photovoltaikanlage mit Batteriespeicher für Haus oder Villa: Was Sie vor der Installation wissen sollten

Ein Haus, eine Villa oder eine Ferienwohnung mit bestehendem Netzanschluss kann eigenen Strom erzeugen. Die Solarmodule decken den Verbrauch tagsüber, ein Batteriespeicher hält überschüssige Energie für den Abend und Zeiten mit höherem Verbrauch bereit, und das Stromnetz bleibt als Reserve verfügbar. In Pula und Umgebung, einer der sonnenreichsten Regionen Kroatiens, ist ein solches System vor allem dort sinnvoll, wo im Sommer am meisten Strom verbraucht wird: in Ferienhäusern, Villen mit Pool und touristisch vermieteten Immobilien.

So funktioniert das System

Die Solarmodule auf dem Dach versorgen die Immobilie tagsüber mit Strom. Was nicht sofort verbraucht wird, fließt in den Batteriespeicher und steht am Abend zur Verfügung, wenn Klimaanlage, Küchengeräte und Beleuchtung auf Hochtouren laufen. Der Wechselrichter steuert den Stromfluss zwischen Modulen, Batterie, Haus und Netz. Mit der passenden Ausstattung lässt sich bei einem Netzausfall auch eine Ersatzstromversorgung für ausgewählte Verbraucher sicherstellen. Gerade in den ländlicheren Teilen der Gemeinden rund um Pula ist das ein echter Vorteil.

Das bringt Ihnen das System:

  • weniger Strombezug aus dem Netz

  • mehr Eigenverbrauch des selbst erzeugten Solarstroms, statt Überschüsse zu einem niedrigeren Preis ins Netz einzuspeisen

  • intelligentes Energiemanagement und die Möglichkeit einer Ersatzstromversorgung

Warum sich das gerade in Pula und Umgebung lohnt

Die Erzeugungskurve einer Photovoltaikanlage und die Verbrauchskurve eines Ferienhauses passen nahezu perfekt zusammen. Im Juli und August scheint die Sonne am meisten – genau dann, wenn Klimaanlagen und Poolpumpe laufen und das Haus voller Gäste ist. Für eine touristisch vermietete Immobilie bedeutet das, dass eine kostenlose Energiequelle den größten Kostenfaktor der Saison abdeckt.

Ein weiterer Grund sind die Käufer. Ausländische Kaufinteressenten aus der EU fragen im Gespräch über ein Haus immer häufiger nach den Energiekosten und der Energieeffizienzklasse, weil sie das von ihrem heimischen Markt gewohnt sind. Ein Haus, das darauf mit tatsächlichen Stromrechnungen antworten kann, besteht die Prüfung eines ernsthaften Interessenten leichter.

Was Sie vor der Installation prüfen sollten

Eine Photovoltaikanlage ist keine Lösung von der Stange. Vor der Entscheidung sollten einige Punkte geprüft werden, die bestimmen, ob das System wie vorgesehen arbeitet:

  • Das Dach. Ausrichtung, Neigung und Zustand. Auf einem Dach, das in fünf Jahren saniert werden muss, ist es wenig sinnvoll, heute Module zu installieren.

  • Die Anschlussleistung. Beim Kauf älterer Häuser und Wohnungen hören wir immer wieder die Frage, ob das Problem einer zu geringen Anschlussleistung bereits gelöst wurde. Eine Photovoltaikanlage behebt dieses Problem nicht; dafür ist eine Abstimmung mit HEP erforderlich. Ein Batteriespeicher kann allerdings Lastspitzen abfedern.

  • Der Verbrauch. Entscheidend ist das Verbrauchsprofil über das ganze Jahr, nicht nur der Gesamtbetrag auf der Stromrechnung. Ein Haus, das im Sommer genutzt wird, braucht eine andere Lösung als eines, das ganzjährig bewohnt ist.

  • Der Platz für den Speicher. Batteriespeicher und Wechselrichter benötigen einen trockenen, belüfteten Standort: eine Garage, einen Technikraum oder eine geschützte Nische am Haus.

  • Die Miteigentümer. In Mehrfamilienhäusern erfordert die Installation auf dem gemeinschaftlichen Dach die Zustimmung der Miteigentümer und eine gemeinsame Lösung. Das macht das Verfahren aufwendiger als bei einem Einfamilienhaus.

Genehmigungen und Formalitäten

Für die Installation von Solarmodulen auf dem Dach eines bestehenden Hauses ist in der Regel keine Baugenehmigung erforderlich. Benötigt werden jedoch eine Elektroplanung und die Anmeldung bei HEP ODS, da das Haus künftig als Stromkunde mit eigener Erzeugung geführt wird. Überschüssiger Strom, den Sie weder verbrauchen noch im Batteriespeicher speichern, wird ins Netz eingespeist und nach den für diese Kunden geltenden Regeln abgerechnet. Der kroatische Fonds für Umweltschutz und Energieeffizienz veröffentlicht in regelmäßigen Abständen Förderaufrufe. Vor der Installation lohnt es sich daher zu prüfen, ob gerade ein Förderprogramm offen ist.

Was eine Photovoltaikanlage beim Immobilienverkauf bedeutet

Hier ist eine ehrliche Einschätzung wichtig. Die Investition in eine Photovoltaikanlage schlägt sich nicht eins zu eins im Verkaufspreis nieder. Käufer wissen sie zu schätzen, bezahlen aber nicht die gesamten Investitionskosten mit. Deshalb installieren Sie eine solche Anlage, weil Sie sie nutzen werden, und nicht allein, um das Haus teurer zu verkaufen. Was sie beim Verkauf tatsächlich bringt, sind eine bessere Energieeffizienzklasse im Energieausweis, niedrigere Rechnungen, die Sie vorlegen können, und ein Argument weniger für Preisverhandlungen.

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Maris arbeitet mit dem Unternehmen Vovčak zusammen, das Photovoltaikanlagen mit Batteriespeicher für Einfamilienhäuser, Ferienwohnungen, Villen und touristische Unterkünfte plant und installiert. Auf Grundlage Ihres Verbrauchsprofils und der Standortbedingungen erhalten Sie einen technischen Lösungsvorschlag und eine erste Einschätzung der Wirtschaftlichkeit.

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Einsparungen und Wirtschaftlichkeit hängen vom Verbrauch, den Energiepreisen, der Ausstattung und den örtlichen Bedingungen ab.

Fragen und Antworten

Brauche ich eine Baugenehmigung für Solarmodule auf dem Hausdach?

Bei einem bestehenden Haus in der Regel nicht. Sie benötigen jedoch eine Elektroplanung und die Anmeldung bei HEP ODS als Stromkunde mit eigener Erzeugung. Das Unternehmen, das die Anlage installiert, übernimmt üblicherweise auch diesen Teil des Verfahrens.

Was passiert, wenn die Anschlussleistung des Hauses nicht ausreicht?

Eine Photovoltaikanlage löst dieses Problem nicht. Eine Erhöhung der Anschlussleistung muss bei HEP ODS beantragt werden. Dafür fällt eine Gebühr an, die sich nach den zusätzlichen Kilowatt richtet. Ein Batteriespeicher kann bei kurzfristigen Lastspitzen helfen, ersetzt aber keinen leistungsfähigeren Netzanschluss.

Kann eine Photovoltaikanlage auch für eine Wohnung installiert werden?

Ja, allerdings ist das selten unkompliziert. Das Dach gehört zum Gemeinschaftseigentum, daher ist die Zustimmung der Miteigentümer erforderlich. Beim Kauf einer Neubauwohnung lohnt es sich, gleich zu prüfen, ob der Bauträger eine Photovoltaikanlage oder zumindest die Vorbereitung dafür vorgesehen hat.

Funktioniert eine Photovoltaikanlage mit Speicher auch bei Stromausfall?

Eine gewöhnliche netzgekoppelte Anlage schaltet sich bei einem Stromausfall aus Sicherheitsgründen ab. Ist das System für eine Ersatzstromversorgung ausgestattet, können ausgewählte Verbraucher weiter mit Strom aus der Batterie versorgt werden. Das wird bei der Planung festgelegt, nicht erst im Nachhinein.

Erhöht eine Photovoltaikanlage den Wert des Hauses beim Verkauf?

Sie macht das Haus attraktiver und erleichtert Käufern die Entscheidung. Die Investition wird jedoch nicht vollständig über den Verkaufspreis zurückgewonnen. Am stärksten ist der Effekt bei Ferienhäusern und vermieteten Immobilien, bei denen Käufer die Einsparungen während der Saison unmittelbar erkennen können.

Lohnt sich Photovoltaik für ein Haus, das nur im Sommer genutzt wird?

Gerade bei solchen Häusern häufig ja, weil die höchste Stromerzeugung mit dem höchsten Verbrauch zusammenfällt. Wird das Haus auch vermietet, sind die Einsparungen während der Saison ein zusätzliches Argument.


Aljoša Vučetić, prof., lizenzierter Immobilienmakler (Lizenz-Nr. 43/2010), Inhaber der Immobilienagentur MARIS nekretnine in Pula und Vorsitzender der Fachgruppe Immobilienvermittlung der Gespanschaft Istrien bei der Kroatischen Wirtschaftskammer. Er ist seit mehr als 25 Jahren auf dem Immobilienmarkt in Pula tätig.